Geschichte

Der Esel, wie gewöhnlich,
         folgt seinem eigenen Willen...trotz der Anstrengung von Don Simon

huaso (chilenischer Cowboy)

Knabenschule
         in Pisco Elqui, ca.1938

Escuela 1938

Haydée Peralta H., Erntedank-Königin, Pisco Elqui 1944

Erntedank-Königin

Spontanes
         Gitarrenkonzert, Pisco Elqui, 1938

Gitarrenmusik, 1938

Spaziergang, La Unión c. 1917

Spaziergang

José Saguez Rojas
         y Maria Jesús Rodriguez Cortez, La Unión 1915

Hochzeit, La Unión, 1915

Prozession der Jungfrau vom Rosenkranz, La Unión 1925

Prozession

Pisco Elqui - Blick in die Vergangenheit

...ich liebe jeden Stein des Elqui-Tales, jeden Granatapfel und jede Algorroba-Schote ...

Gabriela Mistral

Diese Worte, aufs Papier gebracht durch die magische Feder der Gabriela Mistral, Literatur-Nobelpreisträgerin, die jeden Platz, jede Ecke dieses Tales geliebt hat.

Gefangen vom Zauber des Tales

Dieses Tal ruft das in Menschen hervor. Im Lauf der Jahre gerieten Bevölkerung und Besucher in den Bann dieses besonderen Zaubers, der nur mit ein paar Worten nicht zu erklären ist.

Von der Eroberung

Das Elqui Tal wurde an Francisco de Aguirre, einem spanischen Eroberer übergeben, von seinem direkten Vorgesetzten, Pedro de Valdivia, im Zuge einer großen Land-Vergabe. Neben seiner landschaftlichen Schönheit zeigte dieses Tal auch ein großes ackerbauliches Nutzpotential.

Dieses Potential wurde nutzbar gemacht. Der spanische Eroberer pflanzte die ersten Weinstöcke, deren Ertrag für die Herstellung von Traubenschnaps verwendet wurde. Dieser Traubenschnaps wurde später "Pisco" genannt.

Das Tal wurde durch eine weitere Landzuteilung in kleinere Grundstücke aufgeteilt, die an die spanischen Offiziere vergeben wurden. Diese gründeten "Haciendas", von denen einige bis heute weiterexistieren.

Landwirtschaft und Tourismus

Der Weinanbau für den Traubenschnaps (Pisco) war immer die Stärke der Landwirtschaft. Daneben waren Viehzucht, Samen und getrocknete Früchte ebenfalls wichtig. Bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewann die Produktion von Tafeltrauben an Wichtigkeit. Heute sind die Tafeltrauben der wichtigste Wirtschaftsfaktor im Tal.

Gleichzeitig hielt der Tourismus einen vorsichtigen Einzug ins Elqui-Tal. Mit den Jahren wurde der Tourismus immer wichtiger.

Von "La Greda" zu "Pisco Elqui"

Seit der Zeit der indigenen Bevölkerung war der Ort, damals "La Greda" (Ton), bekannt für seine landschaftliche Schönheit und Anziehungskraft. Wie der Name schon sagt, wurde hier Ton gewonnen. Mit dem Einzug der Spanier begann die Urbanisation, die langsam wuchs, bis schließlich am Ende des 19.Jahrhunderts der Ort in "La Unión" umbenannt wurde, ein Zeichen für die Solidarität der Dorfgemeinschaft in Zeiten einer verheerenden Grippe-Epidemie, die die Region heimgesucht hatte.

1936 stimmte das Parlament einem Vorschlag des Abgeordneten Gabriel Gonzalez Videla zu, den Namen des Dorfes in "Pisco Elqui" zu ändern. Damit wurde dem internationalen Recht Genüge getan, das als Ursprungsnachweis für den damals schon bekannten "Pisco" einen Ort oder Region des gleichen Namens verlangte.

Die Tradition lebt

Heute ist Pisco Elqui - neben seiner landschaftlichen Reize - eine gelungene Kombination aus Moderne und Tradition. Hier kann man die Jahrhunderte praktisch Tür an Tür erleben - hier mischen sich die Arbeit im Weinbau, Obstgärten, traditionelle Erntedank-Feste, Karnevals -und Folkloreveranstaltungen mit touristischen Attraktionen und Angeboten. All das zieht Besucher aus aller Welt an, die erstaunt sind über das kontrastreiche, bunte Bild, das Pisco Elqui bietet.

Die Tradition lebt - Domadura 2006

Zureiten

Die Tradition lebt - huasitos 2006

Huasitos

Die Tradition lebt - Rodeo 2006

Rodeo

Die Tradition lebt - Huasos 2006

Groß das Pferd!

Zitat, Fotografien und Fototitel stammen aus dem wunderbaren Buch "Elqui, Imágenes del pasado" (Elqui, Bilder aus der Vergangenheit) von Don Galvarino Peralta Herrera (Fondart, con la colaboración del Centro Nacional del Patrimonio Fotográfico, ISBN: 956-291373-2). Herzlichen Dank an Don Galvarino (e-mail: galpehe@mixmail.com) für die Erlaubnis, sie hier abzubilden.